1. Rahmenbedingungen:
Der Kindergarten „Apfelbäumchen“ befindet sich im Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde
Neuenhagen-Dahlwitz, Carl-Schmäcke-Straße 13 in 15366 Neuenhagen bei Berlin. Die drei Räume bieten
Platz für eine altersgemischte Gruppe von etwa 20 Kindern von 2 Jahren an bis zum Schuleintritt. Zum
Grundstück gehört ein etwa 5000 m² großer Naturgarten, der vom Kindergarten genutzt wird. In
fußläufiger Entfernung befinden sich außerdem ein Waldstück, große Wiesenflächen und ein Haustierhof.
Das Spielen im Freien nimmt in unserem Kindergarten einen großen Raum ein. Wir gehen mit den
Kindern an drei Tagen in der Woche in den Wald. Die Gruppe verbringt dann bei jedem Wetter – auch bei
Regen oder Schnee- mit entsprechender Kleidung den Vormittag im Wald. An den anderen Tagen und an
den Nachmittagen spielen die Kinder im Naturgarten am Gemeindehaus. Die Trägerschaft des
Kindergartens obliegt der gemeinnützigen Elterninitiative „Christlicher Naturkindergarten Neuenhagen
e.V.“. Auf der Grundlage des Kita-Gesetzes (Land Brandenburg). Der Kindergarten orientiert sich an den
christlichen Grundwerten , steht aber Kindern aller Glaubensrichtungen offen . Wir nehmen sie in ihrer
Verschiedenheit an und wir, Kinder und Erwachsene, tauschen unsere Vorstellungen miteinander aus,
leben damit und können gemeinsame Wege gehen.
2. Grundlagen der pädagogischen Arbeit
2.2. Bild vom Kind
Jedes Kind, egal welchen Alters wird in seiner eigenen individuellen Persönlichkeit respektiert; das heißt,
dass wir seine Wünsche und Bedürfnisse anerkennen und ihm einen angemessenen Spielraum für eigene
Erfahrungen und Entscheidungen zugestehen. Die Kinder haben ein Recht auf ihre individuellen
Ausdrucksformen, die sie in eigenen Zeitrhythmen spielerisch mit möglichst freier Wahl von Material und
Raum erfahren können. Wir sehen unsere Kinder sowohl als Impulsempfänger als auch – geber. Die
Grundvoraussetzung für unser Zusammenleben und -arbeiten mit den Kindern soll daher eine Atmosphäre
sein, die von Vertrauen, Wärme, Geborgenheit und Gemeinschaft bestimmt ist. Im Umgang mit den
Kindern, aber auch unter den Kindern, sind uns Zuneigung, Ermutigung und Anerkennung besonders
wichtig.
2.2. Familiäre Athmosphäre
Ein geregelter Tagesablauf, ein gemeinsamer Morgenkreis, kleine, überschaubare und altersgemischte
Gruppen und ein relativ konstantes Gruppengefüge während der gesamten Kindergartenzeit schaffen den
äußeren Rahmen für eine familiäre Atmosphäre. Wichtig ist vor allem aber , dass die Erzieherinnen den
Kindern das Gefühl der Geborgenheit und Zuverlässigkeit geben. So werden die Kinder beispielsweise an
allen Arbeiten beteiligt: sie putzen mit, helfen beim Aufstellen, Erinnern und Durchsetzen von Regeln ,
beim Ausfüllen der Anwesenheitsliste oder den Einträgen im Erzieherbuch. Gemeinsame Aktivitäten wie
Singen, Tanzen, Spielen, Basteln, Bauen, Essen, Gestalten von christlichen Festen, Ausflüge und anderes
fördern das „Wir-Gefühl“ in der Gruppe.
Die Eltern der aktuellen aber auch ehemaliger Kindergartenkinder beteiligen sich aktiv (Trägerschaft
einer Elterninitiative). Dies impliziert auch Vorstandsarbeit inklusive Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit und
Vertretung nach außen. Im Kindergartenalltag bedeutet das für die Eltern beispielsweise regelmäßige
Mitgehdienste in den Wald, gemeinsame Vorbereitung von Festen oder Angebote einzelner Eltern für die
gesamte Gruppe.
2.3. Erfahrung mit allen Sinnen:
„Der Wind und das Lichtspiel in den Blättern, der Geruch feuchter Erde, Raureif an den Gräsern und das
Atmen frischer kühler Luft, all das kann nur vor Ort erlebt werden“ (Zitat eines Erziehers aus dem
Waldkindergarten Lichtwiese Darmstadt)
In den ersten 7 Lebensjahren vollzieht sich in der kindlichen Entwicklung vornehmlich die Ausbildung
der Basalsinne. Durch unmittelbares Erleben und eigene Erfahrungen mit allen Sinnen (anstelle von
Projektionen aus zweiter Hand wie Fernsehen oder Computer) entsteht Selbstwertgefühl und emotionale
Stabilität. Diese Geschicklichkeit in den physischen Sinnen ist Grundlage für die seelische und geistige
Entwicklung und damit wichtigste Voraussetzung für die Schulfähigkeit und und ein konstruktives und
kreatives Verhalten in unserer Gesellschaft überhaupt.
Deshalb begegnen wir täglich bewusst den Herausforderungen in Natur und angeregtem Spiel, um diese
Sinne zu schulen. Hören, Riechen und Schmecken : Dazu biete die Natur vielfältige Möglichkeiten (vgl.
Zitat). Über den Tastsinn erfährt das Kind seine Leibesgrenzen anhand äußerer Eindrücke. Besonders
günstig für diese Erfahrung ist natürliches Material in unterschiedlichsten Beschaffenheiten, hierzu zählen
Baumrinde, Lehm, Wasser, Wolle, Gräser, Kletten, Sand. Dem kindlichen Bewegungsdrang wird
besonders viel Raum gegeben, denn Bewegungen wirken sich auf das äußere und innere Gleichgeweicht
positiv aus. Spiele und Naturbeobachtungen mit Wind, Wasser, Erde und Holz eröffnen Phantasieräume,
die als Erfahrungsschatz ein Leben lang erhalten bleiben. Durch Nachahmung lernen die Kinder die Welt
verstehen. Sie spüren die Liebe zur Natur, die die Erwachsenen ihnen vorleben und eine Atmosphäre des
Wohlgefühls, die von allen getragen und erhalten wird. Von der Gestaltung der Räume, in denen sie sich
bewegen, über die Auswahl der Plätze, an denen sie spielen, die Speisen, die sie zu sich nehmen, alles ,
was sie hören und riechen soll Sympathiekräfte wecken. Die Kinder sollen immer wieder zum Staunen
Anlaß bekommen und die Gaben der Welt in der Schönheit der Natur als Geschenk empfangen. Die
Erzieher bilden den Rahmen, der ihnen ermöglicht, die Welt als gut und gerecht erleben zu dürfen. In
dieser Ruhe öffnen sich die sensiblen Erebnisräume und machen es möglich, als Gruppe gemeinsam
sinnliches Erleben zu genießen.
2.4. Christliche Erziehung:
Die christliche Erziehung ist ein wichtiger Bestandteil unseres pädagogischen Konzepts. Durch die
Vermittlung und das Vorleben von christlichen Werten soll dem Kind eine Orientierungshilfe für das
eigene Leben gegeben werden. Religiöse Angebote wie z.B. das Erzählen biblischer Geschichten, das
feiern christlicher Feste, Singen und Beten sind ganz natürlich in den Kindergartenablauf integriert und
werden allen Kindern – egal welcher Konfession – angeboten. Die Kinder sollen durch das Vorleben der
Erzieherinnen und das Erleben der Schöpfung zu einer Beziehung zu Gott eingeladen werden.
2.5. Bildungsverständnis:
Die Erzieherinnen begleiten die Kinder in unterstützender und herausfordernder Weise. Den aktuellen
Handlungsbedarf ziehen sie dabei aus der konkreten Beobachtung der Kinder und können so
Themenwochen, Projektarbeiten oder auch gezieltes individuelles Lernen anbieten und fördern.
Grundlage unserer pädagogischen Arbeit sind die vom Land Brandenburg formulierten Grundsätze der
elementaren Bildung. Das Konzept unseres christlichen Naturkindergartens ist hervorragend geeignet,
den Förderanspruch in den sechs Bildungsbereichen in die Praxis umzusetzen. Zusätzlich zu den
Fördermöglichkeiten, die auch im Regelkindergarten vorhanden sind, eröffnet ein Naturkindergarten den
Kindern neue Entfaltungsmöglichkeiten. Wald und Naturgarten bieten vielseitige Chancen Kompetenzen
im Bereich Körper, Bewegung und Gesundheit zu erlangen. Die Kinder halten sich ganzjährig im
Freien auf; dies stärkt nachweislich den Körper gegenüber Krankheiten und das Körperempfinden der
Natur.Neben grobmotorischen Fähigkeiten wie zum Beispiel Klettern, Balancieren oder Hüpfen, wird im
Wald auch die Feinmotorik entwickelt. Die Kinder sammeln Naturmaterialien und nutzen diese zum
Basteln und Spielen. Sie malen nicht nur auf Papier, sondern auch mit Stöcken im Sand, legen Muster mit
Steinen oder gestalten Mandalas mit Sand auf Erde und erlangen so auch im Wald Kompetenzen im
Bereich Darstellen und Gestalten. Durch das Spiel in der Natur, mit Stöcken, Tannenzapfen, Steinen
oder Nüssen wird automatisch die Sprachentwicklung und Kommunikation gefördert. Ein Holzstock
kann in der Phantasie der Kinder vieles sein, ein Schwert, ein Flugzeug oder ein Dinosaurier, die Kinder
müssen sich über die jeweilige Bedeutung einig werden. Auch Mathematik und Naturwissenschaft
finden ihren Platz im Wald. Naturwissenschaftliche Phänomen lassen sich in der Natur am besten erklären
und gleichzeitig erleben. Die Kinder erleben die jahreszeitlichen Veränderungen der Natur, biologische
Zusammenhänge werden sichtbar. Im Wald gestalten die Kinder mit Hölzern verschiedene Rhythmen und
Klänge. Die Kinder basteln Instrumente aus Naturmaterialien und fördern so ihr musikalisches
Grundverständniss. Durch die altersgemischte Gruppe wird die Sozialkompetenz der Jungen und
Mädchen unterstützt. Die Kleinen orientieren sich an den Großen und die Großen unterstützen die
Kleinen. Wenn Kinder bei Wind und Wetter draußen sind wird die Notwendigkeit von Rücksichtnahme
besonders deutlich. Auch feste Regeln und Rituale sind in der freien Natur besonders wichtig, geben
Sicherheit und zugleich Orientierung und Struktur.
3. Ziele der pädagogischen Arbeit
1. Anregung und Stärkung des Sozialverhaltens / Erlangen und Festigung sozialer Kompetenz
2. Stärkung des Selbstbewusstseins, des Selbstwertgefühls und der emotionalen Stabilität
3. Erziehung zu Umweltbewusstsein und Naturverständnis
4. Vermittlung von Werten und Inhalten des christlichen Glaubens
5. Erziehung zu Lernbereitschaft und Durchhaltevermögen (kein isoliertes Training von Kulturtechniken)
6. Sprachliche Förderung
7. Schaffung von Rückzugsmöglichkeiten und Stille erleben für die Kinder
8. Förderung der Kreativität, Phantasie und des gestalterischen Ausdrucks der Kinder
9. Gesunde Ernährung / Gesundheitserziehung
10. Integration von Kindern mit besonderem Betreuungsbedarf
4. Die pädagogischen Arbeit oder: Wie wir diese Ziele erreichen wollen
4.1. Anregung und Stärkung des Sozialverhaltens
Durch die altersgemischten Gruppen orientieren sich die jüngeren Kindern an den älteren, während die
„Großen“ herausgefordert werden, sich mit den Fragen, Unsicherheiten und Ansprüchen der „Kleinen“
auseinanderzusetzen. Dies setzt voraus, dass wir uns als Erwachsene darum bemühen, gute Vorbilder
zu sein, die durch ihre Tätigkeiten zu eigener Aktivität anregen (wie wir unsere Arbeit tun, wie wir mit
anderen Menschen sprechen, wie wir für andere sorgen). Dann können wir auch bei den Kindern
Hilfsbereitschaft, Höflichkeit und Respekt füreinander fördern und fordern. Das freie Spiel, bei dem das
Kind nach seinen Bedürfnissen und individuellen Neigungen innerhalb eines festgelegten Rahmens
Spielort, Spielgruppe, Spielpartner und Spielmaterial frei wählen und tätig sein kann, nimmt im
Kindergartenalltag den größten Raum ein. Dadurch lernt das Kind, selbst Kontakte zu knüpfen
(manchmal braucht es dazu besonders anfangs Hilfe und Unterstützung von Erwachsenen oder anderen
Kindern), zu kooperieren, sich in andere hineinzufühlen, tolerant zu sein, Konflikte
auszuhalten und zu lösen, die eigene Meinung zu formulieren und zu vertreten und Verantwortung für
das eigene Verhalten zu übernehmen. Die relativ kleine überschaubare Gruppe bietet gute
Möglichkeiten, soziale Konflikte konstruktiv zu lösen. Bei Bewegungsspielen und Gruppenspielen lernen
die Kinder spielerisch auf die Bewegungen anderer zu reagieren, gewöhnen sich an gemeinsame
Aktivitäten, lernen Rücksichtnahme und das Einhalten von Regeln. In der Natur können die Kinder aus
eigener Anschauung die Notwendigkeit von Regeln erfahren, sie nachvollziehen und ihren Sinn erleben..
So gibt es beispielsweise für den Weg zum Wald und zurück ein festes Regelwerk, ebenso gibt es feste
Gruppenregeln, die durch die besondere Situation im Wald erforderlich sind. Auch andere Rituale geben
den Kindern Halt im Alltag. Es gibt einen Tischdienst, einen gemeinsamen Morgenkreis, einen
gemeinsamen Essensbeginn usw. Besonders ist die Vermittlung und das Leben christlicher Werte. Der
behutsame Umgang mit jeder Art von Leben wird erfahren und gelernt
4.2.Stärkung des Selbstbewusstseins, des Selbstwertgefühls und der emotionalen
Stabilität
Jedes einzelne Kind wird von den Erzieherinnen wahrgenommen, angenommen und beobachtet:
Welche Persönlichkeit hat dieses Kind? Was beschäftigt es im Moment? Welche Sorgen und Nöte
muss es verarbeiten? Welche Rolle spielt es in der Gruppe? Was passiert in der häuslichen
Umgebung? Die Erzieherinnen unterstützen die Kinder, ihren inneren Zustand wahrzunehmen. Sie
wenden sich ihnen voll zu, motivieren sie und setzen auch Grenzen. Jedes Kind soll in seiner eigenen
Lebenslage angenommen werden, sich wohl fühlen und geborgen sein in der Gesamtgruppe. Deshalb
wird auch nicht nach einem starren, unbeweglichen Plan gearbeitet, sondern die Erzieherinnen greifen
das auf, was ihnen aus Verantwortung für die Kinder zur Gestaltung und Weiterentwicklung dienlich
scheint.Ihren Beobachtungen entsprechend bieten Sie Material, Raum und Gelegenheiten für die Kinder
an. Dabei setzen sie auch viel auf die Selbstentwicklungsfähigkeiten und -kräfte des Kindes und die
grundlegende Bedeutung von Bewegung.. Wenn Kinder sich in der Natur bewegen, lernen sie nicht nur
ihre Muskeln und ihr Gleichgewicht zu beherrschen, sondern erfahren damit auch eine optimale Basis für
ihre intellektuelle, soziale und sprachliche Entwicklung. Bewegung verbessert ihre Denkfähigkeit und ist
zugleich das wirksamste Mittel, um Stress abzureagieren. Nicht abgebaute emotionale Anspannung ist
häufig der Boden, auf dem Angriffslust und Zerstörungswut gedeihen. Die Abwechslung von Ruhe und
Entspannung in Kombination mit Bewegung dient der Anregung der Sinne und dem gesamten
Wohlbefinden. Die Kinder lenken somit oft wie von selbst, negative Energien auf positive. Im Laufen,
Springen, Klettern, Kriechen, Hangeln erwerben Kinder ihre grobmotorischen Fähigkeiten. Je sicherer und
geschickter sich Kinder bewegen können, um so besser gelingt ihnen die Auseinandersetzung mit ihrer
Umwelt. Sie erleben, dass sie durch Bewegung und Aktivität Einfluss nehmen und eine Leistung
vollbringen können. Auch das erzeugt Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen.
4.3.Erziehung zu Umweltbewusstsein und Naturverständnis
In einem Naturkindergarten wird der Kreislauf der Natur direkt wahrgenommen und erlebt. Kinder,
die sich täglich im Wald oder anderswo im Freien aufhalten und dort durch Bewegung, Beobachtung
und Beschäftigung mit Naturmaterialien viel erleben, entwickeln mit der Zeit eine feste Bindung an
die Natur. Dabei kommt es nicht vorrangig darauf an, dass die Kinder möglichst viel Pflanzen- und
Tiernamen erlernen, vielmehr sollen sie z.B. Naturerscheinungen, biologische Vorgänge, das Wetter oder
das Leben in der Natur aufmerksam beobachten. Sie können Vermutungen anstellen und Fragen zu
äußern. Es werden Experimente gemacht, z.B. zu den Elementen oder der Entstehung von Pflanzen.
Becherlupen und Lupen werden mit in den Wald genommen Auf diese Weise entsteht ein direkter Bezug
zu naturwissenschaftlichen Phänomenen. Die Kinder lernen Ehrfurcht und Behutsamkeit vor der Umwelt
und allem Lebendigen. Wir gehen davon aus, dass Kinder, die in ihrer Kindheit in enger Bindung an die
Natur aufgewachsen sind, sich auch in ihrem Erwachsenenleben von einer besonderen Verantwortung für
die natürliche Umwelt leiten lassen. Die Erzieherinnen sind selber auch an der Arbeit in der freien Natur
interessiert und verfügen über bzw. erweitern ihre biologischen und naturwissenschaftlichen Kenntnisse
so, dass sie den Kindern ihr Wissen in kindgerechter Art, d.h. klar, sachlich, lebendig und interessant zur
Verfügung stellen können und ihnen die Zeit und Möglichkeit lassen, selbst Entdeckungen und
Vermutungen über die Natur anzustellen oder diese durch verschiedene Materialien selbst zu erfahren.
4.4. Vermitteln von Inhalten und Werten des christlichen Glaubens
Vielen Eltern fällt heute die Weitergabe geeigneter Wertvorstellungen und Verhaltensmuster
an ihre Kinder schwerer als früher. In einer Welt rasanter gesellschaftlicher Veränderungen und
ungewisser Zukunftsaussichten geht die Orientierungssicherheit verloren. Die Frage, was man den
Kindern auf ihren Lebensweg mitgeben soll, lässt sich nicht mehr so einfach beantworten. Durch das
Vermitteln christlicher Inhalte (z.B. durch Erzählen biblischer Geschichten, Rollenspielen, Singen,
Beten) sollen Kinder Hilfen für das eigene Leben bekommen. Diese religiösen Angebote sind dabei
ganz natürlich in den Tagesablauf integriert und werden allen Kindern – egal welcher Konfession –
angeboten. Die Kinder erfahren, dass sie kein Zufallsprodukt sind, sondern ein von Gott geliebtes und
gewolltes Kind, einzigartig und wunderbar gemacht. Aus der christlichen Lebenshaltung der
Erzieherinnen heraus kann den Kindern ein christliches Weltbild vermittelt werden, das sich in den
Dingen des täglichen Lebens widerspiegelt. Auch die gemeinsame Gestaltung von christlichen Festen ist
ein wichtiger Bestandteil unserer religionspädagogischen Arbeit.
4.5. Erziehung zu Lernbereitschaft und Durchhaltevermögen (kein isoliertes Training
von Kulturtechniken)
Die Vorbereitung auf die Schule soll nicht durch die Vorverlegung schulischer Lernstoffe und
Lernmethoden in den Kindergarten erfolgen, sondern über das Prinzip des sozialen Lernens. Kinder
nehmen in erster Linie die Welt über Sinneseindrücke wahr, um so stärker, je jünger sie sind. Über das
Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten und über die Bewegungsempfindungen und das Wohlfühlen
wird dem Gehirn signalisiert, was die Kinder von der Welt erfahren haben. Wer nichts wahrgenommen
hat, kann auch keine Fragen stellen, keine Erklärungen aufnehmen und über nichts nachdenken.
Wahrnehmen, sich Bewegen, Denken und Handeln sind also bei Kindern aufs Engste verbunden. Aus
diesem Grunde müssen nicht nur die Muskeln trainiert werden, sondern auch die Sinne. Der Wald und
andere natürliche Gelände bieten eine Fülle von Bildern, Formen, Mustern, Geräuschen, Gerüchen,
Berührung- und Bewegungsempfindungen, real, authentisch durch unmittelbare Begegnung. Ebenso
eignet sich der Wald hervorragend zum Erfassen dreidimensionaler Räume. Das anregende Lernfeld
der Natur unterstützt die natürliche Neugier von Kindern zu entdecken, zu sammeln und zu probieren.
Sie werden motiviert, sich durch das Entdecken und Experimentieren mit ihrer Umwelt auseinander zu
setzen und dadurch Zusammenhänge zu erkennen und zu begreifen.
Wissenschaftliche Erkenntnisse sagen, dass Kinder, die ihre Umwelt ausgiebig begreifen und
erforschen, ihren Bewegungsdrang ausleben und ihre körperlichen Fähigkeiten mit all ihren Grenzen
erfahren konnten, auch fähig sind, in der Schule konzentriert und neugierig auf ihren Stühlen zu sitzen
und dem Unterricht zu folgen. Durch den Erwerb der grobmotorischen Fähigkeiten können sich auch
erst auf dieser Basis im weiteren Verlauf der Entwicklung die feinmotorischen Fähigkeiten ausbilden,
wie sie z. B. beim Malen, Basteln und Schreiben gebraucht werden. Im Naturkindergarten wird aber
auch die Feinmotorik auf spielerische Weise gefördert, z. B. durch Sammeln von verschiedenen
Naturmaterialien, dem Malen auf der Erde oder dem Waldboden, beim Schnitzenoder dem Basteln mit
Naturmaterialien.
Musik findet sich im Tagesablauf am meisten im gemeinsamen Singen, aber auch beim Zuhören und
Tanzen immer wieder. So lernen die Kinder beispielsweise mit Begeisterung Liedertexte und Melodien,
denken sich selbst welche aus und stellen mit Hilfe einfache Instrumente selber her. Der Anreiz ist gross,
Angefangenes zu Ende zu bringen, damit auch gleich darauf musiziert werden kann. Das fördert ihre
Lernbereitschaft und das Durchhaltevermögen.
Das mathematische Verständnis für Mengen, Teil und Ganzes wird den Kindern im Tagesablauf oder bei
Alltagsarbeiten ganz nebenbei vermittelt. So ist z.B. das Zählen im Morgenkreis ein festes Ritual:
Wieviele Kinder sind schon da? Wieviele fehlen/ sind schon mit dem Essen fertig? Oder bei
Abstimmungen: Was ist mehr, was ist weniger? Messen können die Kinder z.B. bei Arbeiten in der
Küche (Kuchen backen, Salzteig herstellen).
4.6 Sprachliche Förderung:
Die Kinder erzählen jeden Tag im Morgenkreis zu einem bestimmten Thema, das sich z.B. auch aum
Kirchenjahr orientiert, über Erlebtes oder eigene Beobachtungen und alles, was sie beschäftigt. Die
Kinder, die nicht dran sind, lernen zuzuhören und aufmerksam zu sein, zu warten bis sie dran sind. Auch
gibt es beispielsweise wöchentlich den Wetterfrosch am Mittwoch: ein Kind berichtet darüber, welcher
Tag ist, wie das Wetter ist, was es so zu beobachten gibt, wie es die Stimmung empfindet und gibt Tipps
für die kommenden Tage. Die Kinder beobachten die Natur und beschreiben ihre Beobachtungen.
Zwischendurch gibt es viel Anregungen zum Sprechen, Reimen oder Fingerspiele; ab und an auch
Gedichte und viele Lieder; in der Mittagspause werden regelmäßig Geschichten erzählt oder vorgelesen,
auch sonst zwischendurch. Werden Buchstaben oder Worte zum Thema bei den Kindern, nehmen wir dies
auf und bieten verschiedene Erfahrungen mit Buchstaben an (Fühlbuchstaben, Wiedererkennen in
Zeitungen, Suchen anderer Worte mit gleichem Anfang, Buchstabensuppe, Anlauttabelle, o.ä.). Sehr
beliebt ist auch das Postspiel, bei dem die Kinder sich Briefe und Postkarten schreiben und schicken.
Regelmäßig einmal im Monat gibt es neue Bücher aus der Bibliothek, die nach den aktuellen Themen der
Kinder oder aktuellen Projekten ausgewählt werden.
4.7. Schaffung von Rückzugsmöglichkeiten und Stille erleben für die Kinder
Stille ist in der heutigen Zeit ungewohnt. Sie ist von unschätzbarem Wert z.B. für die allgemeine
Differenzierung des Wahrnehmungsvermögens, das Finden von Stabilität durch innere Ruhe und für
die Förderung der Konzentrationsfähigkeit. Gerade die Natur ist ideal, Stille zu erleben, zu lauschen
und sich für feinste innere und äußere Vorgänge zu sensibilisieren. Die Kinder sind dadurch nicht
dem hohen Lärmpegel ausgesetzt, den man sonst oft in Regelkindergärten hat. Auch hat jedes Kind in
der Natur innerhalb eines festgelegten Rahmens Rückzugsmöglichkeiten, wenn es dies braucht.
Ruhephasen gibt es im Wald z.B. im Morgenkreis, wenn die Kinder den Geräuschen der Natur lauschen
oder in kleinen Spielen mit geschlossenen Augen ihre Sinne schulen (fühlen, sich führen lassen, hören
etc.).
Nach dem Mittagessen gibt es für alle eine Ruhephase von mindestens einer halben Stunde. Dabei sind die
Schlafkinder im Schlafraum und die Wackinder kuscheln sich in der Kuschelecke ein und hören
gemeinsam eine Geschichte. Manchmal gibt es auch Entspannungsangebote mit Massagen und
Traumreisen. Die Schlafkinder haben auch die Möglichkeit nach einer Ruhephase dazuzukommen, wenn
sie nicht einschlafen können.
4.8. Förderung der Kreativität und Phantasie der Kinder
Durch einen möglichst spielzeugarmen Kindergarten schöpfen die Kinder aus dem Schatz ihrer
eigenen Phantasien und Bedürfnisse. Es kommt dadurch zu intensiven Rollenspielen.
Kinder thematisieren und verarbeiten Reize und eigene Erlebnisse im Spielen, aber auch in der
Darstellung/ Gestaltung, wie beim Malen und Basteln oder bei Rollenspielen. Sie entwickeln Ideen
und setzen sich mit ihnen kreativ auseinander. Es gibt im Kindergarten eine Ecke mit
Verkleidungsutensilien und Puppen.. Es wird möglichst auf das Arbeiten mit Schablonen verzichtet, um
das freie Gestalten zu fördern. Die Kinder können mit Buntstiften oder Tusche malen, es wird gefilzt, mit
selbst hergestellter Knete geformt oder im Freien mit Wasser und Sand plastisch gearbeitet.
Die Natur hält außerdem für die Kinder einen unerschöpflichen Vorrat an Naturmaterialien und -
beschaffenheiten bereit. Diese einfachen Dinge werden ins Spiel einbezogen und vielfältigst eingesetzt.
Der Fichtenzapfen wird zum Brot, der Stock zum Raumschiff oder Stift, Schwert, Besteck oder Telefon
usw. Die Kinder sprechen miteinander, möglicherweise verhandeln sie, um die unterschiedlichen
Zuschreibungen klarzustellen. In der Einrichtung wollen wir bei Mobiliar und Spielzeug auf die
Verwendung möglichst vieler Naturmaterialien achten. Die Auswahl erfolgt nach ökologischen,
gesundheitlichen und ästhetischen Gesichtspunkten und soll eine Reizüberflutung vermeiden und die
Kreativität der Kinder fördern.
Beim Musizieren , Ausdenken von Rhythmen, Texten und Reimen sind der Kreativität und Phantasie
keinerlei Grenzen gesetzt.
4.9. Gesunde Ernährung/Gesundheitserziehung
Gesundheitsförderung ist uns wichtig; Viel Bewegung an frischer Luft und eine abwechslungsreiche,
vollwertige und schmackhafte Ernährung ist unser Meinung nach eine wichtige Vorraussetzung
für Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Die Kinder sollen schon von zu Hause ein
gesundes und vollwertiges Frühstück mitbringen (z.B. Obst, Gemüse, Vollkornbrot o.ä.) Auch bei
Mittagessen, Dessert, Gebäck, Naschereien, Getränken und Kinderfesten achten wir auf möglichst
gesunde und naturbelassene Zutaten. Die Kinder sollen nach Möglichkeit auch miterleben, wie ein
Teil ihrer täglichen Nahrung zubereitet wird und in diese Arbeit miteinbezogen werden. Das fördert
auch die Achtung vor dem Essen.
4.10. Integration von Kindern mit besonderem Betreuungsbedarf
Der Schwerpunkt der Förderung in der Natur bezieht sich auf die Schulung der Sinne, der Grob- und
Feinmotorik, der Kreativität und Phantasie. Die Bewegung und der verstärkt notwendige Einsatz der
Sprache sind für die Entwicklung motorischer Ausgeglichenheit und intellektueller Fähigkeiten von
großer Bedeutung. Die genannten Bedingungen erhöhen die Chance der Integration für Kinder mit
Entwicklungsverzögerungen, mit Bewegungsstörungen, mit Beeinträchtigungen der
Sinneswahrnehmungen, mit verzögerter Sprachentwicklung, mit Kontaktstörungen und mit wenig
Selbstbewusstsein, die sehr in sich zurückgezogen oder besonders aggressiv sind. Vor einer Aufnahme
muss mit den Eltern und gegebenenfalls mit der zuständigen Frühförderungsstelle die Möglichkeiten
notwendiger zusätzlicher Maßnahmen geklärt werden.
4.11. Kinderschutz:
Das pädagogische Personal reagiert sensibel auf Anhaltspunkte, die auf eine konkrete Gefährdung des
Wohles eines Kindes hindeuten und reagiert dementsprechend professionell.
4.12. Die Eingewöhnung im Kindergarten „Apfelbäumchen“ – Das Kind führt Regie
Ziel der Eingewöhnung ist es, dem Kind und seinen Bindungspersonen den sanften und individuellen
Einstieg in den Kindergartenalltag zu ermöglichen.Wir legen großen Wert auf das Gelingen der
Eingewöhnung, um jedem Kind Sicherheit in diese neue Lebenssituation zu geben und ein
Vertrauensverhältnis zwischen den Eltern und seinen Erzieherinnen aufzubauen. Zunächst gibt es deshalb
ein Eingewöhnungsgespräch, in dem die Besonderheiten des Kindergartens und des Kindes vorgestellt
und ausgetauscht werden sowie über Trennungsängste gesprochen werden kann. Wir weisen die Eltern
darauf hin, daß für die Eingewöhnung 2-3 Wochen eingeplant werden sollten, falls das Kind diese Zeit
benötigt.
Die Bindungsperson (Eltern) begleitet das Kind in den ersten Tagen seines Aufenthalts in dem
Kindergarten und die Erzieherinnen bauen in kleinen Schritten den Kontakt auf. Die Erzieherin gewöhnen
das Kind kontinuierlich bis zur stabilen Bindung zwischen Kind und Erzieherin ein. Das Ziel ist erreicht,
wenn sich das Kind von der Bindungsperson freiwillig löst, von sich aus Kontakt zu den Erzieherinnen
und zu den anderen Kindern sucht, Trost und Hilfe von den Erzieherinnen einfordert und annimmt. Mit
den Eltern ist eine gute Zusammenarbeit auf der Grundlage des gegenseitigen Vertrauens, der Offenheit
sowie Ehrlichkeit entwickelt.
Überblick über die Eingewöhnung:
1. bis 3. Tag
Die ersten Tage zunächst nur für maximal 3Stunden Kiga Aufenthalt, dann langsam steigern
DAS KIND
• Ist Initiator
• Hauptakzent: Das
Spiel!
• Bestimmt
Erkundungs- und
Spielaktivitäten
DIE ELTERN
• Verhalten sich
passiv beobachtend
• Drängen das Kind
nicht
• Bleiben am Kind
• Ab 2. Tag schrittweise zeitlich vom Kind trennen 10-30 Min.
DIE ERZIEHERINNEN und Erzieher
Hält sich zunächst zurück Reagiert auf Kontaktgesuche des Kindes Beobachtet Eltern/Kind Interaktion
Greift von Kind interessierendes Spiel auf
4. bis etwa 10. Tag
Trennungsschmerz minimieren, Kind ankommen lassen
DAS KIND
• Lässt sich von
den
Erzieherinnen
trösten
• Weiß, dass „die
Mama
wiederkommt,
um es abzuholen“
• Entwickelt
Vertrauensbasis
DIE ELTERN
• Lassen das Kind
schrittweise bis nach
dem Mittagessen im
Apfelbäumchen
• Arbeiten mit am
Abschiedsritual
• Trennen sich vom
Kind, trotz eventuellem
Weinen
• Sind „stand by“ und
kurzfristig erreichbar
DIE ERZIEHERINNEN
• Gestalten das
Abschiedsritual
• Sorgen dafür, dass
auch die anderen
Kinder das neue Kind
aufnehmen
• Wirkt auf eine
Stabilisierung ein
4.13. Elternarbeit:
Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns wichtig. Schriftliche Information (Infobrief,
Elternbrief), tägliche, kurze Gespräche, Einzelgespräche zum gegenseitigen Austausch über das Kind,
regelmäßige Elternabende, Hospitation in der Gruppe. Das pädagogische Personal steht nach Absprache
für Elterngespräche gerne zur Verfügung. Mindestens einmal jährlich findet ein Entwicklungsgespräch
statt; die Eltern erhalten dabei Informationen über die Entwicklungsschritte ihres Kindes und haben die
Möglichkeit, Wünsche und Bedürfnisse zu äußern.
4.14. Dokumentation:
Wir führen über jedes Kind ein Kinderakte, in der wichtige Daten sowie Gespräche, Beobachtungen und
Bilder gesammelt werden. Für die jeweiligen Eltern zugänglich ist das Portfolio jedes Kindes im
Gruppenraum: Darin werden Beobachtungen und Entwicklungsschritte sowie Erwähnenswertes mit
Bildern, Bildgeschichten oder auf verschiedenen Themenbögen festgehalten oder gemeinsam mit dem
Kind verschiedene Seiten gestaltet.
Das aktuelle Geschehen ist für alle Eltern an der Pinnwand ersichtlich; täglich wird dort das Programm
bzw. besondere Erlebnisse ausgehängt. Bleibend dokumentiert wird dies noch einmal im
Erzieherinnenbuch. Über verschiedene Projekte gibt es gesonderte Aushänge mit Bildern und
Dokumentationen.
5. Organisation
5.1. Tagesablauf:
7:30 Uhr Der Kindergarten öffnet
8:30 Uhr Treff Mo, Di, Do am Waldrand(ab Herbst 9:00 Uhr) und 9:00 Uhr Mi, Fr im Kindergarten
9:10 Uhr Morgenkreis mit Frühstück (ab Herbst um 9:40)
12:00 Uhr Mittagessen
13:00 Uhr Mittagsruhe und Mittagsschlaf für die „Kleinen“
14:30 Uhr Aufstehen
15:00 Uhr Vesper
16:30 Uhr Der Kindergarten schließt
Abholzeit zwischen 12:30 Uhr und 13:00 Uhr bzw. ab 15:00 Uhr.
5.2. Elternmitarbeit:
Unser Kindergarten soll nicht nur eine „Unterbringung“ sein, sondern auch eine gemeinsame
Möglichkeit für Kinder, Eltern und Erzieher, das Leben miteinander zu teilen, an einer gemeinsamen
Idee zu arbeiten, d.h. gemeinsam zu entscheiden, aber auch gemeinsam anzupacken. Ohne die
Mitarbeit der Eltern – sowohl im inhaltlich/konzeptionellen als auch im organisatorischen Bereich –
ist eine gute Arbeit in unserem Kindergarten nicht möglich. Gegenseitige Informationsvermittlung,
Erfahrungsaustausch und Unterstützung sind unabdingbar. Positive Resonanz der Eltern motiviert, aber
ebenso können offene, kritische Anmerkungen sowohl zu Verbesserungen und Problemlösungen beitragen
als auch anregen.
Es gibt Aktionstage im Jahr, an denen gemeinsam repariert, gebaut und gewerkelt wird; einzelne Eltern
übernehmen außerdem Patenschaften für bestimmte Bereiche (z.B.Waldmitgehdienste organisieren und
kontrollieren, Beetpflege, Kleinreparaturen/Hausmeistertätigkeiten), für die sie sich idealerweise
eigenorganisiert verantwortlich fühlen. Mitarbeit ist auch gefragt bei der Planung und Durchführung von
Ausflügen, Fahrten, Festen und Projekten. Im regelmäßigen Wechsel aller Elternpaare sind die Eltern
auch für den gründlichen Wochenendputz verantwortlich.
5.3. Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen
Die Mitarbeiterinnen arbeiten als Team zusammen. Sie sind für die gesamten alltäglichen Aufgaben im
Kindergarten verantwortlich. Sie haben die Aufgabe, den Tagesablauf zu gestalten, die Kinder zu
beobachten und sich gemeinsam über evtl Fördermaßnahmen, Projekte und Angebote zu verständigen.Sie
haben die Pflicht zur angemessenen Dokumentation. Ihnen obliegt die Ersatzplanung im Krankheitsfall,
die Einberufung von Elternabenden und deren Gestaltung, die Absprache mit dem Vorstand und den
Eltern sowie die fachliche Anleitung von Praktikanten oder zusätzlichem Personal (z.B. MAE).
Mitarbeiterinnenbesprechungen sind dafür zweimal im Monat. Etwa einmal monatlich gibt es auch ein
Treffen mit dem Vorstand, um anstehende Aufgaben oder aktuelle Situationen zu besprechen oder sich
über bestimmte Vorstellungen, Probleme oder Visionen oder anstehende Investitionen/Planungen zu
verständigen.Die Erzieherinnen besuchen regelmäßig Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen und werden,
soweit es die dienstlichen Belange zulassen, dafür freigestellt. Supervision und Mediation findet bei
Bedarf statt.
Wir sehen das hauswirtschaftliche Personal als Teil unseres Teams, gemeinsame Besprechungen finden
vierteljährlich statt.
5.4. Öffentlichkeitsarbeit:
Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für den Kindergarten
Apfelbäumchen, die Anwerbung neuer Kinder und die Möglichkeit , Förderer oder SSPonsoren zu finden.
Zu diesem Zweck unterhält der Kindergarten eine eigene Webseite, die regelmäßig gepfegt und
aktualisiert wird. Wir verstehen unsere Webseite auch als Plattform, um einen transparenten Einblick in
unsere Arbeit zu geben. Gleichzeitig bieten wir hier eine Plattform, auf der Kooperationspartner und
Gönner ihre Werbung in Form von Links und Erwähnungen schalten können. Durch regelmäßige
Information der lokalen Presse versuchen wir im Gespräch zu bleiben. Mittels Flyern machen wir in der
Umgebung (Ärzte, Gemeindeverwaltung, Bibliothek) auf uns aufmerksam; zudem sind wir mit Ständen
auf verschiedenen lokalen Festen vertreten.
5.5. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
Die pädagogische Arbeit erfordert die Zusammenarbeit mit den örtlichen und überörtlichen Behörden, die
Vertretung des Kindergartens in den entsprechenden Gremien , den Fachschulen für Sozialpädagogik und
anderen für uns wichtigen Institutionen, den Kirchgemeinden, und anderen Vereinen, wie z.B. dem
Naturschutzbund.
Wichtig ist auch die Zusammenarbeit mit Schulen, die uns pädagogisch nahe stehen bzw. mit Schulen, die
unsere Kinder besuchen werden. Die Kinder sollen Gelegenheit bekommen, die Schulen, die sie besuchen
werden, kennen zu lernen. Wir orientieren uns dabei an GOrBiKs – dem Gemeinsamen
Orientierungsrahmen für die Bildung in Kindertagesbetreuung und Grundschule.