Christlicher Naturkindergarten - was bedeutet das?
Mit dem jahrzehntelangen Verlust eines christlichen Angebotes in den kommunalen Kindertagesstätten wurde ein großes abendländisches Erbe verschüttet. Die meisten Kinder hier kennen die Weihnachtsgeschichte und die ursprüngliche Bedeutung von Ostern und Pfingsten nicht und empfinden Kirchen als stumme Zeugnisse einer längst vergangenen Zeit.
Einige Eltern unserer Initiative möchten aber den Sinn, den sie durch den christlichen Glauben für ihr Leben gefunden haben, ihren Kindern weitergeben. Diese Weitergabe soll nicht nur daheim geschehen. Wir finden dieses Engagement auch bei den Erzieherinnen und Erziehern, die wichtige Bezugspersonen für die Kinder außerhalb der Familien sind.
Andere Eltern haben zwar keinen Bezug zum christlichen Glauben, möchten aber, das ihre Kinder ein gutes christliches Fundament mitbekommen. Hier soll der Kindergarten das leisten, was die Eltern ihren Kindern nicht geben können. In den Tagesablauf eingebettet möchten wir durch biblische Geschichten, Lieder und Gebete, das Feiern christlicher Feste und das intensive Erleben der Natur als Schöpfung Gottes den christlichen Glauben für die Kinder erlebbar machen. Wir sind Geschöpfe Gottes, von ihm geliebt. Diese Erfahrung sollen die Kinder mit unserer Hilfe machen können.
Dabei wollen wir den Kindern kein leeres Gerüst von Lehrsätzen und Traditionen vermitteln, sondern lebendigen Glauben, aus dem die Kinder auch später noch schöpfen können. Mit der Erziehung zu einer Menschlichkeit, die begründet ist in der Liebe zu Gott, zum Menschen und zur Natur und die sich an den christlichen Werten orientiert, wollen wir die Kinder stark machen für die Zukunft.
Die zweite tragende Säule unseres Kindergartens ist die Erziehung und Entwicklung der Kinder im Einklang mit der Natur. Die Kinder begreifen die Natur als ihren Raum, der nichts Bedrohliches hat. Sie lernen die Natur als Schöpfung und Geschenk zu begreifen und leben von und in ihr. Dabei lernen sie mit der Natur, ihren Gaben, Schätzen und den Elementen verantwortlich umzugehen, sie zu respektieren und sie nachhaltig zu nutzen und zu schützen. Nebenbei lernen sie auch die damit verbundenen Gefahren kennen und diese zu beherrschen.
Nicht selten können wir als "Erwachsene" dabei auch von unseren Kindern lernen.